Den Menschen etwas zurückgeben

Elf Geflüchtete aus dem Kreis Mettmann haben es geschafft: Im August 2016 haben sie erfolgreich den Qualifizierungskurs zum/r Alltagsbegleiter/-in absolviert. Eine von ihnen ist Marika Abashidze. Vor drei Jahren kam sie zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern aus Georgien. „Der Kurs war für mich wie ein Geschenk Gottes“, sagt die 38-Jährige. „Ich bin keine Hausfrau. Ich möchte arbeiten und nicht zu Hause rumsitzen.“

Win-Win-Situation für alle

Das Projekt der Caritas Mettmann und des Katholischen Bildungswerk soll helfen, geflüchtete Menschen in Arbeit zu bringen. Es sei eine Win-win-Situation für alle, erklärt Projektmitarbeiter Daniel Gehrmann: „Für geflüchtete Menschen, die es oft schwer haben neben deutschen oder europäischen Mitbewerbern zu bestehen, ist es ebenso eine Chance wie für die Branche selbst, die händeringend geeignetes Personal sucht.“

Niederschwelliger Einstieg in Arbeit

Alltagsbegleiter helfen Senioren dabei, besser zurecht zu kommen. Sie helfen bei der Tagesgestaltung, sprechen mit den Menschen und geben Hilfestellung bei der Körperpflege. Sie lernen auch, was in einer lebensbedrohlichen Situation zu tun ist. Neben den fachlichen Grundlagen, haben  die Teilnehmer über 180 Deutschstunden und ein Praktikum in stationären oder ambulanten Pflegediensten absolviert.  „Der Kurs ist ein niedrigschwelliger Einstieg in den Arbeitsmarkt, um danach eine Ausbildung in der Alten- oder Gesundheitspflege machen zu können“, sagt Martin Sahler, Leiter des Fachdienstes für Integration und Migration der Caritas.

Marika Abashidze ist eine von zwei Teilnehmenden aus dem Kurs, die direkt eine Stelle angeboten bekommen haben.  „Seit ich hier bin, haben mir viele ältere Ehrenamtliche geholfen. Ich möchte den Senioren jetzt etwas zurückgeben“, sagt die ehemalige Lehrerin. Mit Kindern oder älteren Menschen zu arbeiten, sei sich manchmal gar nicht so unähnlich. „Auch Senioren wollen viel unterhalten werden, spazieren gehen oder Spiele machen.“

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